Archiv für Juli 2009

Wie F=ma versagen kann bei kleinen Beschleunigungen

Wenn Newton’s zweites Gesetz falsch wäre, so müsste man die Beweise finden können in den orbitalen Umlaufbahnen der Planeten, schlägt eine neue Analyse vor.

Saturn

Newton’s zweites Gesetz, F = ma, ist einer der Stützpfeiler der modernen Physik. Zumindest war das so bis Anfang der 80′er Jahre als Astronomen feststellten, dass sich Sterne, welche um Spiralgalaxien drehen, gar nicht nach Newton verhalten.

Hier das Problem. Nach Newton’s Gesetz bewegen sich entfernte Objekte von zentralen massiven Objekten aus gesehen immer langsamer. Genau das passiert in unserem Sonnensystem. Aber die Sterne in Spiralgalaxien bewegen sich erheblich schneller als Newton’s Gesetz voraussagen würde.

Astronomen schlugen zwei mögliche Lösungen zu diesem Rätsel vor. Die meisten denken, es gibt eine Art “Schleier” aus unsichtbarer Materie der die Sterne zieht in einer nicht beobachteten Weise. Andere meinen, dass Newton’s Gesetz irgendwie versagt für die winzigen Beschleunigungen, welche Sterne erfahren in Galaxien. Diese Wissenschaftler haben die letzten 20 Jahre damit verbracht die Implikationen der Modified Newtonian Dynamics zu studieren, kurz MOND. Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Mordehai Milgrom vom Weizmann Institut für Astrophysik in Israel schufen theoretische Ansätze im Jahr 1983.

Das Problem ist, dass MOND nur bei äusserst kleinen Beschleunigungsraten in Kraft tritt und Experimente nicht auf der Erde gemacht werden können die einen Einfluss auf Newton’s Gesetz verifizieren könnten. Messungen an Sternen in weit entfernten Galaxien sind sehr schwierig, so dass es bis heute für Astronomen schwierig ist ein für oder wieder zu finden.

Aber heute, so sagt Milgrom, wurden von ihm neue Berechnungen gemacht, die einen Effekt von MOND auf Planeten und Kometen des Sonnensystems zeigen.

Der neue Effekt ist eine quadrupole Kraft welche Objekte abstößt, welche im Raum oberhalb oder unterhalb der Ebene liegen in der sich das Sonnensystem befindet. Wobei Objekte angezogen werden welche sich in der Ebene befinden.
Milgrom meint, das dies ein Effekt produzieren sollte auf die Präzession des Perihels der Planeten im Sonnensystem.

Er meint, die heutigen Messmethoden seinen noch zu ungenau um diesen Effekt zu bestätigen oder zu widerlegen, jedoch seien geeignete Messmittel in naher Zukunft greifbar nahe.
Interessanter Weise haben Astronomen erst letztes Jahr entdeckt, das die Präzession des Perihels von Saturn nicht ganz den Voraussagen entspricht.

Könnte dies die Theorie von Milgrom bestätigen ?

Ref: arxiv.org/abs/0906.4817: MOND effects in the inner solar system

Herzlichen Glückwunsch Nikola Tesla !

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Die RaFöG richtet herzliche Glückwünsche an Nikola Tesla zu seinem 153. Geburtstag im Jahre 2009 ! Dem Vater unserer gesamten modernen Welt, der Erfindung und Entfesselung des wahren Potentials des elektrischen Stoms und des magnetischen Drehfeldes. Dem sein vollständiges Wirken bis zu heutigen Tage nicht bekannt ist und noch mehr -verkannt ist.
Sogar Google.com huldigt diesen wichtigen Tag heute durch einen eigenen kunstvollen Suchmaschinen-Banner. Ein grosses Danke an Google für die grossartige digitale Arbeit und die Anerkennung.

tesla09

Deine Erfindungen und Dein unermüdlicher Geist sind nicht vergessen und leben weiter…

Das RaFöG Team

Kometen schufen frühe Atmosphäre der Erde

Das Verhältnis von Stickstoff-Isotope in mehreren Kometen stimmt fast genau mit dem Verhältnis auf der Erde überein, was bedeutet, dass unsere frühe Atmosphäre wahrscheinlich aus einer Kometen-Bombardierung entstand.

Kometen_StickstoffAstrobiologen rätseln seit langem über den Ursprung der Ozeane auf der Erde. Aber sie grübelten noch etwas länger über eine damit noch schwieriger verbundene Frage: Woher kommt der Stickstoff in der Atmosphäre ?

Eine neue Analyse von Damien Hutsemekers et. al. von der Université de Liège, Belgien liefert möglicherweise eine Antwort auf beide Fragen.
Eine der attraktivsten Theorien über den Ursprung unseres Wassers ist, dass die Erde einst von eisigen Kometen bombardiert wurde, welche Wasser in flüssiger Phase zurück ließen. Das Problem ist, dass das Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff im Wasser auf der Erde sehr viel niedriger ist, als in den wenigen Kometen die wir in der Lage waren zu Untersuchen (z.B. Halleyscher Komet, Hyakutake, Hale-Bopp und C/2002 T7 LINEAR).  Wenn also diese Art von Kometen, von denen wir wissen das sie aus der Oort’sche Wolke stammen, das Wasser auf der Erde lieferten, dann vermischte sich deren Wasser bereits auf der Erde vohandenem Wasser mit geringem Deuterium gehalt.
Hutsemeker et. al geben ihren Beitrag zur astrophysikalischen Diskussion über Kometen durch die Messung von Stickstoff-Isotopen. Sie hegen die Theorie, dass Kometen Wasser und Stickstoff gleichermaßen lieferten. Durch den Vergleich der enthaltenen Stickstoff-Isotope kann ein limiertierendes Maß gesetzt werden über die gelieferten Wassermengen.

Ihre Folgerung ist, dass nicht mehr als ein paar Prozent des Wassers der Erde von Kometen kommen kann. Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Interessanter weise geben sie an, dass das Verhältnis von Stickstoff-14 zu Stickstoff-15 in Cyanid und Blausäure in Kometen fast den Werten auf der Erde gleichen. Eine entscheidende Menge des atmosphärischen Stickstoffs könnte von Kometen kommen, so ihre Schlussfolgerung.

Das sind spannende Resultate die einen dualen Ursprung unserer Meere sowie Atmosphäre implizieren.

Natürlich gibt es einen großen Haken an dieser Hypothese, so kann es durch aus andere Typen von Kometen geben, welche ein Wasserstoff-Deuterium-Verhältnis und gleichermaßen Stickstoff-Isotopen Verhältnis besitzen die unseren hier auf der Erde gleichen.

In der Zwischenzeit ist die Idee, das Kometen uns unsere frühe Erdatmosphäre brachten eine ziemlich vermose Vorstellung und wird uns sicherlich noch eine Weile zu denken geben !

Ref: arxiv.org/abs/0906.5221: New Constraints on the Delivery of Cometary Water and Nitrogen to Earth from the 15N/14N Isotopic Ratio

Edmund Storms über LENR

Edmund Storms im Rückblick über die wissenschaftlichen Beweise zur kalten Fusion, auch bekannt als LENR (Low Energy Nuclear Reactions).