Archiv für August 2009
RWE und der grüne Riese
Die Trickfilmfigur, erklärt RWE auf seiner Website, stehe “für Sympathie, Nähe und Tatkraft im XXL-Format und ist damit ein Sinnbild für gesundes Selbstbewusstsein”. Doch Windkraftanlagen, die in dem Film an erster Stelle präsentiert werden, besitzt der Stromkonzern hierzulande fast keine – mit 43 Megawatt Leistung machten sie laut einer Studie im Auftrag von Greenpeace im Jahr 2008 gerade 0,1 Prozent des RWE-Kraftwerksparks aus.
Hier das veränderte Video das die wahren Tatsachen darstellt…
Quelle: Greenpeace Magazin
Kauffman über die Philosophie des Bewusstseins
Der Biologe Stuart Kauffman argumentiert, dass die Quantenphysik die Existenz des freien Willens beweisen kann.
Stuart Kauffman ist ein theoretischer Biologe und Autor von der Universität Calgary in Kanada. Er ist ein Pionier auf dem Gebiet zur Untersuchung von komplexen biologischen Systemen.
In seinem Themenfeld sieht sich Kauffman mit dem grössten Problem von allen konfrontiert: Was ist die Natur von Bewusstsein ?
Er beginnt in seiner Publikation damit, sein Revier ab zu stecken: “Wenn Bewusstsein mit der spezifischen Physik der Gehirnneurologie zusammenhängt, dann ist Bewusstsein ein Teilproblem der Physik bzw. der Physiker”.
Fragen die er zu beantworten hofft:
1. Wie wirkt sich das Bewusstsein auf Materie aus ?
2. Wenn sich Bewusstsein nicht auf Materie auswirkt, ist Bewusstsein damit ein Epiphänomen -Also eine Begleiterscheinung ?
3. Was ist die Quelle des freien Willens ?
4. Was ist die Quelle eines verantwortlichen freien Willens ?
5. Warum war es selektiv Vorteilhaft ein Bewusstsein zu entwickeln ?
6. Was “ist” Bewusstsein ?
Eine äusserst ambitionierte Liste. Die Quintessenz seiner Aussage, dass Bewusstsein ein quantenphysikalisches Phänomen ist welches ein klassisches Output erzeugt und dies die Quelle des freien Willens darstellt. Er fügt hinzu, das dieser Output nicht allgemeingültig ist und bislang nicht durch Gesetzmässigkeiten der Physik beschrieben werden kann, da wenn ein quantenphysikalisches System dekoheriert hier durch Information in einer Weise verloren geht die nicht rekapituliert werden kann.
Wenn diese Theorie der Wahrheit entsprechen würde, dann ergibt sich eine wichtige Aussage. Wenn die Grenze zwischen quanten- und klassischer Physik nicht allgemeingültig, sogar keinen genaueren Gesetzmässigkeiten entspricht, dann kann keine algorithmische Simulation die wirkliche Welt jemals genau berechnen und dadurch versuchen zu beschreiben.
Bewusstsein ist ganz einfach brauchbar um die Welt sinnvoll zu machen, deshalb selektiert die Evolution dafür. Wir sind keine Maschinen die deterministisch arbeiten und als solche betrachtet werden können.
Er klärt Punkt 1 bis 5 auf, aber was ist mit der grossen Frage von Punkt 6 ? Hier ist er recht ehrlich und gibt selbst an: “Ich mache bezüglich Punkt 6 keine Fortschritte”.
Ref: arxiv.org/abs/0907.2494: Physics and Five Problems in the Philosophy of Mind