Archiv für die Kategorie „Aktuelle News“
Life, the Universe and Nothing
Lawrence Krauss is a professor in the Department of Physics at Arizona State University. His lecture entitled Life, the Universe and Nothing was recorded at the Isabel Bader Theatre in Toronto on March 27th, 2009.
Licht aus Vakuum erzeugt
Laut der Quantenfeldtheorie ist das Vakuum alles andere als leer – ständig bilden sich dort so genannte virtuelle Teilchen, die kurz darauf wieder verschwinden. Wissenschaftler um Christopher Wilson von der Technischen Hochschule Chalmers im schwedischen Göteborg haben nun erstmals einige solcher virtuellen in reale Photonen, also messbares Licht, umgewandelt.
Der Physiker Gerald Moore hatte bereits 1970 vorgeschlagen, dass dieses Phänomen auftreten sollte, wenn virtuelle Photonen von einem nahezu lichtschnellen Spiegel abprallen. “Da es unmöglich ist, einen Spiegel schnell genug zu bewegen, haben wir eine andere Methode entwickelt”, erklärt Koautor Per Delsing von der Technischen Hochschule Chalmers. Anstatt den räumlichen Abstand zu einem echten Spiegel zu ändern, manipulierten die Forscher in ihrem Experiment die elektrische Länge in einem Wellenleiter. Für virtuelle Lichtteilchen bietet dies dieselben zeitlich variierenden Randbedingungen wie bei einem genügend schnell bewegten Spiegel, schreiben Wilson und seine Kollegen.
An einem Ende des Wellenleiters montierten sie dafür ein quantenelektronisches Bauteil namens SQUID (Superconducting Quantum Interference Device), das äußerst empfindlich auf Magnetfelder reagiert. Indem das Team die Richtung eines angelegten Magnetfelds nun mehrere Milliarden Mal pro Sekunde änderte, schwang der fiktive Spiegel mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Prozent der Lichtgeschwindigkeit hin und her. Einen Teil seiner kinetischen Energie übertrug er dabei auf virtuelle Photonen, die daraufhin gewissermaßen materialisierten.
Am offenen Ende des Wellenleiters konnte die Forschergruppe die Photonenpaare aus dem Vakuum dann tatsächlich in Form von Mikrowellenstrahlung messen. Die Frequenz der Photonen entsprach etwa der Hälfte der Schwingungsfrequenz des fingierten Spiegels – genau wie von der Quantentheorie vorhergesagt, berichtet Delsing. In verschiedenen Tests schlossen die Wissenschaftler andere mögliche Quellen für die nachgewiesenen Photonen, wie beispielsweise thermische Strahlung, aus. Man habe also tatsächlich den von Moore beschriebenen dynamischen Casimir-Effekt beobachtet.
Neben Photonen existieren auch andere virtuelle Teilchen im Vakuum, etwa Elektronen oder Protonen. Da Lichtquanten keine Masse besitzen, sei relativ wenig Energie erforderlich, um sie aus ihrem virtuellen Zustand heraus anzuregen und so in einen realen, messbaren Zustand zu überführen, berichten die Forscher. Im Prinzip könne man durch entsprechende Energiezufuhr aber auch andere Partikel aus dem Vakuum erzeugen.
Quelle: Spektrumdirekt
Open Source Economy
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http://opensourceeconomy.org/
Forum Innovativ – Rote Fabrik Zürich
Mittwoch, 16. November | 20:00-22:00 Uhr
Axel Malik
Das Reich der Zeichen – Die skripturale Methode und das Konzept der Osmosphere. Reflexionen nach Roland Barthes über die Kräfte und die Veränderungsprozesse vor dem Erscheinen von Sichtbarkeit. Vortrag – Installation – Performance – Diskussion
Abstract:
Die Autonomie der Schreibbewegung bedeutet mir zunächst, dass ich die Zeichen als von mir unabhängig erfahre. Ihre Unabhängigkeit erkenne ich daran, dass sie sich selbst hervorbringen, die Bewegung strukturiert und formt sich auf Grund einer Eigengesetzlichkeit, die in der Sache begründet ist.
Diese Unabhängigkeit macht sie in einem gewissen Sinne auch unzugänglich. Obwohl das Handschriftliche allgemein als die subjektivste Spur und der individuellste Ausdruck einer Person angesehen wird, scheint sich in den komprimierten Netzen autonomer Schreibbewegung das individuelle Selbst aufzulösen. Die Originalität und Individualität kommt allein auf Seiten der Bewegung zum Tragen, während das individuelle Subjekt keinen Halt mehr darin findet. Es kommt mehr auf einen zu, als man selbst hineinlegen kann. Die autonome Skriptur geht von sich aus viel unmittelbarer und intensiver auf Sendung. (Interview 2004, SWR Studio Freiburg)
Das Konzept der Osmophere (Axel Malik u. Matthias Heipel) richtet die Aufmerksamkeit auf die Details und die Zusammenhänge, die unsere Sichtweise entregeln können und die vordergründig unspektakuläres, oder nebensächlich Unauffälliges ins Zentrum setzen und die etwas völlig Normales, alltäglich vertrautes und selbstverständliches in etwas nicht-Selbstverständliches drehen, in etwas, das bei genauerem Beobachten schwebend-ungesichert und unerwartet-losgelöst ist oder von verstörend bodenloser Leere. Und das gleichzeitig, wie eine übersehene oder verhüllte Seinszone ins Auge kommt.
Ist es möglich, durch diesen Schwebezustand bis zur Rückseite der Realität zu gelangen, wo die Dinge und Beziehungen von anderer Art sind? Biegt sich dort ein doppelter Boden auf, eine Resonanzfläche, die an und in den Dingen, eine Intensität, ein grenzenloses Potenzial und ein fortwährend oszillierendes Beziehungsgeschehen sichtbar macht?
An diesem Brennpunkt kommt es zu einer Wahrnehmungsverschiebung oder einem Wahrnehmungsumschwung, weil man nicht von außen auf die Strukturen schaut, sondern in ihre Haut schlüpft.
http://www.die-skripturale-methode.de
http://www.osmosphere.net
Livestream ab 20Uhr unter: http://www.ustream.tv/channel/forum-innovativ