Artikel-Schlagworte: „Astrophysik“
The Hubble Ultra Deep Field in 3D
Sehr schöner kleiner Film zu den Ultra Deep Field Aufnahmen vom Hubble-Teleskop
Danke an Marko
Neue Diskussion über Existenz Dunkler Materie
Wissenschaftler sind auf Hinweise gestoßen, nach denen es überhaupt keine sogenannte Dunkle Materie gibt. Für die Physik wäre das eine Revolution. Doch Forscherkollegen sehen die neuen Erkenntnisse mit Skepsis.
Wie F=ma versagen kann bei kleinen Beschleunigungen
Wenn Newton’s zweites Gesetz falsch wäre, so müsste man die Beweise finden können in den orbitalen Umlaufbahnen der Planeten, schlägt eine neue Analyse vor.

Newton’s zweites Gesetz, F = ma, ist einer der Stützpfeiler der modernen Physik. Zumindest war das so bis Anfang der 80′er Jahre als Astronomen feststellten, dass sich Sterne, welche um Spiralgalaxien drehen, gar nicht nach Newton verhalten.
Hier das Problem. Nach Newton’s Gesetz bewegen sich entfernte Objekte von zentralen massiven Objekten aus gesehen immer langsamer. Genau das passiert in unserem Sonnensystem. Aber die Sterne in Spiralgalaxien bewegen sich erheblich schneller als Newton’s Gesetz voraussagen würde.
Astronomen schlugen zwei mögliche Lösungen zu diesem Rätsel vor. Die meisten denken, es gibt eine Art “Schleier” aus unsichtbarer Materie der die Sterne zieht in einer nicht beobachteten Weise. Andere meinen, dass Newton’s Gesetz irgendwie versagt für die winzigen Beschleunigungen, welche Sterne erfahren in Galaxien. Diese Wissenschaftler haben die letzten 20 Jahre damit verbracht die Implikationen der Modified Newtonian Dynamics zu studieren, kurz MOND. Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Mordehai Milgrom vom Weizmann Institut für Astrophysik in Israel schufen theoretische Ansätze im Jahr 1983.
Das Problem ist, dass MOND nur bei äusserst kleinen Beschleunigungsraten in Kraft tritt und Experimente nicht auf der Erde gemacht werden können die einen Einfluss auf Newton’s Gesetz verifizieren könnten. Messungen an Sternen in weit entfernten Galaxien sind sehr schwierig, so dass es bis heute für Astronomen schwierig ist ein für oder wieder zu finden.
Aber heute, so sagt Milgrom, wurden von ihm neue Berechnungen gemacht, die einen Effekt von MOND auf Planeten und Kometen des Sonnensystems zeigen.
Der neue Effekt ist eine quadrupole Kraft welche Objekte abstößt, welche im Raum oberhalb oder unterhalb der Ebene liegen in der sich das Sonnensystem befindet. Wobei Objekte angezogen werden welche sich in der Ebene befinden.
Milgrom meint, das dies ein Effekt produzieren sollte auf die Präzession des Perihels der Planeten im Sonnensystem.
Er meint, die heutigen Messmethoden seinen noch zu ungenau um diesen Effekt zu bestätigen oder zu widerlegen, jedoch seien geeignete Messmittel in naher Zukunft greifbar nahe.
Interessanter Weise haben Astronomen erst letztes Jahr entdeckt, das die Präzession des Perihels von Saturn nicht ganz den Voraussagen entspricht.
Könnte dies die Theorie von Milgrom bestätigen ?
Ref: arxiv.org/abs/0906.4817: MOND effects in the inner solar system